Was bedeutet das Reisen für dich?

Würzburg bei Abend - Blick von der Burg Gastbeitrag von Christian.

Ein unbekannter Autor hat es für mich auf den Punkt gebracht, als er schrieb: „Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl der Atemzüge, sondern an den Orten und den Momenten, die uns den Atem rauben“. I dream, I travel, wie es so schön im Video unter http://www.hotel.de/blog/idream-itravel/ heißt.

Reisen macht glücklich

Wie herrlich es ist, reisen zu können, ist mir als geborener „Ossi“ noch viel stärker im Bewusstsein, als anderen Bundesbürgern. Bis zu meinem 30.Lebensjahr waren meine einzig möglichen ausländischen Reiseziele, die Tschechoslowakei, Polen und Ungarn.

Von Kindheit an habe ich Reiseberichte aus aller Welt förmlich verschlungen und es tat mir fast körperlich weh, zu wissen, dass ich vermutlich niemals diese magischen Orte sehen würde, von denen ich hörte oder las. Ich spüre noch heute die Begeisterung, als ich 1990 im Bus nach Paris, London, Rom und Amsterdam fuhr, als ich auf den Vesuv klettern und nach Capri schippern konnte. Heute, nach 22 Jahren habe ich vieles von Europa und ein ganzes Stück Asien und Afrika gesehen. Ich bin auch nicht mehr so oberflächlich, wie zu Beginn meiner Reisefreiheit. Damals habe ich Städte und Highligthts „gesammelt“, heute lasse ich mich viel mehr auf Land und Leute ein, suche auf Reisen das Authentische, die Alltagsbegegnungen und die Stimmung fremder Länder.

Regenbogen in Frankreich Gemeinsam mit meiner Familie bin ich Wochen lang im Wohnmobil in Spanien und Nordafrika unterwegs gewesen, habe Griechenland und die Türkei durchquert. Ich bin mit dem Zug am Baikalsee entlang gefahren und war mit dem Schiff in der Arktis. Auf allen Reisen habe ich Wunder erlebt und Menschen kennengelernt, die zu Freunden wurden. Ich habe mit tintenschwarzen Tuareg in der Sahara Tee getrunken, mit kurdischen Schafhirten im Euphrat geangelt und bin auf dem Berg Ararat mitten im Hochsommer gemeinsam mit zwei englischen Bikern im Schneesturm steckengeblieben. Mein nächstes Reiseziel für das kommende Jahr ist Kambodscha. Südostasien kenne ich noch gar nicht und bin im Moment äußerst angenehm damit beschäftigt, etwas über Land und Leute zu erfahren, eine Reiseroute zu planen, Flüge und Hotels zu suchen. Vorfreude ist schließlich die schönste Freude.

Reisen macht schlau

Reisen bildet, so sagt der Volksmund und für die meisten Reisenden trifft das auch zu. Wichtig ist nur dass wir auf Reisen offen für das Unbekannte sind, unsere Vorurteile ablegen und uns in der Fremde als Gäste fühlen, die unverkrampft und offen ihr Gastland betrachten können und sich der Kultur, den Sitten und Gebräuchen anpassen. Es gibt, glaube ich, kein besseres Mittel gegen Engherzigkeit und Engstirnigkeit oder Fremdenfeindlichkeit, als das Reisen. Aber Reisen haben auch noch einen anderen Sinn. Wer oft in der Fremde unterwegs ist, freut sich auch ganz besonders auf die Heimkehr. Er weiß besser zu schätzen, wie schön es auch zu Hause ist.

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