Korfu – Grüne Insel

Korfu, auch bekannt als Kérkyra, ist die zweitgrößte der Ionischen Inseln. Wegen ihrer – für griechische Verhältnisse – üppigen Vegetation wird Korfu auch „grüne Insel“ genannt: Olivenhaine, Weingärten, Obstfelder und Pinien prägen die Landschaft. Romantische Buchten und lange Sandstrände sowie antike Sehenswürdigkeiten machen Korfu zu einem der schönsten Urlaubsziele in Griechenland.

Geschichte und Mythologie Korfus

Bis vor etwa 9000 Jahren, als der Meeresspiegel anstieg, war Korfu mit dem griechischen Festland verbunden. Bereits in der Jungsteinzeit siedelten auf der Insel Jäger und Sammler. Im 8 Jahrhundert vor Christus kamen die Griechen, später hinterließen unter anderem die Römer, Venezianer und Türken ihre Spuren. Korfu spielte eine bedeutende Rolle in der griechischen Mythologie. Ursprünglich als Scheria bekannt, wurde die Insel nach der Nymphe Gorgyra (auch Kérkyra) benannt, die vom Meeresgott Poseidon hierher gebracht wurde. In Homers berühmten Epos, der Odyssee, war Korfu der letzte Stop auf Odysseus‘ Heimreise.

Sehenswürdigkeiten

Korfu-Stadt, die Unesco-gelistete Hauptstadt der Insel, gilt mit ihrem venezianischen Flair als eine der schönsten Städte Griechenlands. Hier finden sich eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten. Etwa 4 Kilometer außerhalb von Korfu-Stadt befindet sich auf der Halbinsel Kanoni die antike Stadt Paleopolis. Im Schatten der Kiefern und Olivenbäume können Sie hier entspannt zwischen den Ruinen umher spazieren, die mehrere Jahrhunderte und Erobererdynastien umspannen. Ebenfalls in der Nähe der Hauptstadt befindet sich das Archilleion, eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Korfus. Sein Bau wurde 1890 von der österreichischen Kaiserin Elisabeth I., auch bekannt als Sissi, in Auftrag gegeben und vom italienischen Architekten Raffaele Carito im pompejischen Stil errichtet. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1898 besuchte Sissi das Archilleon regelmäßig.

Korfu Stadt

Korfu Stadt © [email protected]

Natur und Erholung

Bei der Besteigung des 910 Meter hohen Pantokrator im Nordosten der Insel können Wanderer die einzigartige Natur Korfus erkunden. Auf dem Gipfel angelangt, wird man bei guter Sicht mit einem herrlichen Ausblick bis nach Albanien oder zum griechischen Festland belohnt. Unterwegs kann ein altes Kloster aus dem 17. Jahrhundert besichtigt werden. Neben den landschaftlichen und kulturellen Reizen der Insel gibt es zahlreiche Strände und idyllisch gelegene Buchten zu entdecken. Dabei finden Sonnenanbeter und Wasserratten garantiert ihren Lieblingsstrand: Während es Wassersportler vor allem nach Kávos und Dassia zieht, eigenen sich die ruhigen Sandstrände Acharávi und Róda im Norden der Insel perfekt für Familien mit Kindern. Die berühmte Bucht von Paleokastritsa zieht Taucher, Schnorchler, Wanderer und Kulturfreunde gleichermaßen an.

Urlaubsziel Griechische Inseln

Wie viele griechische Inseln es genau gibt, ist nicht bekannt. Mehrere tausend sollen es sein. Die Inselwelt Griechenlands umfasst etwa 80 Prozent der Gesamtfläche des Landes. Weit verstreut liegen sie in der Ägäis und im Ionischen Meer. Die Strecke zwischen der Insel Othoni im äußeren Westen und dem kleinen Kastelorizo, nahe der türkischen Küste, misst etwa 1000 Kilometer. Das sind Entfernungen, die die Irrfahrten des Odysseus verständlicher machen.

„Inselhopping“

Etwa 100 griechische Inseln sind bewohnt. Viele von ihnen sind Urlaubsziele, auf denen das entspannte mediterrane Leben seinen gewohnten Lauf nimmt. Inselhopping nennt sich etwas respektlos eine Entdeckungsreise durch das Gewirr der griechischen Inseln. Heute ist das auch mit dem Flugzeug möglich. Doch wer Griechenland mit allen Sinnen erfahren will, der reist mit dem Boot. Besonders die nächtlichen Fahrten über das stille Meer sind ein zeitloses Abenteuer von hoher Intensität.

Santorin

Einige griechische Inseln sind inzwischen etablierte Urlaubsziele, die ihr Stammpublikum gefunden haben. Santorin ist die Lieblingsinsel der Fotografen und Esoteriker. Die karge Vulkaninsel gilt als ein Teil des versunkenen Königreiches Atlantis. Wuchtig wie ein urtümlicher Gesteinsbrocken liegt sie in der blauen Ägäis. Die traditionellen blau-weißen Häuser dominieren das Gesamtbild der Insel und machen sie zur Postkartenidylle.

Mykonos und kos

Ganz anders ist die Atmosphäre auf der Kykladeninsel Mykonos. Hier treffen sich in den Sommermonaten die jungen, partyfreudigen und gut betuchten Urlauber. Tagsüber zeigen sie sich am Strand und in der Nacht wird gefeiert. Bars, Restaurants und Diskotheken gibt es in großer Zahl. Ähnlich beliebt beim breiten Publikum ist die Dodekanes-Insel Kos, auch sie bietet ein breitgefächertes Unterhaltungsprogramm. Doch auch kulturhistorisch Interessierte wird die Insel begeistern: Seit der Antike besiedelten wechselnde Eroberer Kos. Die Spuren der Dorer und Syrier, Johanniter und Osmanen finden sich bis heute überall auf der Insel.

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