Die 10 schönsten verbotenen Orte der Welt

Schöne Orte gibt es überall auf der Welt. Ob aus religiösen, kulturellen, ökologischen, militärischen oder privaten Gründen – leider sind manche von ihnen für die Öffentlichkeit tabu. Wir nennen Ihnen die 10 schönsten Orte der Welt, die Sie nur aus der Ferne betrachten dürfen.

Athos

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Athos

Der heilige Berg Athos liegt auf dem gleichnamigen Finger der Halbinsel Chalkidiki im Osten Griechenlands. Die orthodoxe Mönchsrepublik von der Größe Münchens verfügt über einen autonomen Status unter griechischer Souveränität. 2200 Mönche leben hier in 20 Großklöstern, die Teil des UNESCO-Welterbes sind. In Athos sind nur männliche Pilger willkommen, Frauen ist der Zutritt untersagt. Selbst weibliche Haustiere – außer Katzen, die Mäuse, Ratten und Schlangen fernhalten – sind von dem Verbot betroffen.

Skorpios

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Skorpios

Im Ionischen Meer, etwa 250 Kilometer nordwestlich von Athen, befindet sich Skorpios. Die nur 80 Hektar große Insel befindet sich seit den 1960er Jahren im Privatbesitz des milliardenschweren Onassis-Clans. Heute kann Skorpios lediglich von Ausflugsbooten aus betrachtet werden, da das Betreten verboten ist. Die Insel ist immer noch in Besitz der Familie Onassis, steht jedoch für einen Preis von rund 100 Millionen Dollar zum Verkauf. Neben anderen Interessenten soll auch Bill Gates die Insel besucht haben.

Isola di Loreto

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Isola di Loreto

Der Iseosee im Norden Italiens, zwischen Brescia und Bergamo in der Lombardei gelegen, gilt noch immer als Geheimtipp. Die kleinste der drei Inseln des Sees, die Isola di Loreto, ist besonders malerisch gelegen. Sie beherbergte einst ein Nonnenkloster und diente unter anderem Fischern, Kaufleuten und Pilgern als Begegnungsstätte, auch Einsiedler sollen hier gelebt haben. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Ruine im Stil einer neogotischen Burg wiederaufgebaut. Daneben wurden zwei Leuchttürme, ein Park sowie ein Yachthafen angelegt. Leider befindet sich die Isola die Loreto heute in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.

Montecristo

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Montecristo

Die italienische Insel Montecristo wurde als einer der Schauplätze in Alexandre Dumas‘ Roman Der Graf von Monte Christo bekannt. Die gesamte, mehr als 1000 Hektar große Insel, wurde 1970 von der italienischen Regierung als Naturschutzgebiet ausgewiesen und darf nur mit Sondergenehmigung betreten werden. Seit Jahrhunderten leben wilde Ziegen auf der Insel, die durch die Isolation von ihren Artgenossen für genetische Forschungen interessant sind. Pro Jahr sind nur 1000 Besucher zugelassen, so dass die Wartezeit bis zu drei Jahre betragen kann.

Arnhemland

Tourism NT

Arnhemland

Arnhemland liegt an der Nordküste Australiens, etwa 200 Kilometer östlich der Stadt Darwin. 1976 erkannte die australische Regierung die Yolngu als Eigentümer an, die das Land von der Größe Portugals seit 40.000 Jahren bevölkern. Das Land ist spärlich besiedelt und bietet eine Mischung aus Eukalyptuswäldern, Sümpfen, Überschwemmungsland, Mangroven und spektakulären Stränden. Wer Arnhemland besuchen möchte, benötigt eine spezielle Erlaubnis, die bis zu einem Jahr im Voraus beantragt werden muss. Bis auf wenige Gebiete ist Arnhemland für Touristen praktisch komplett gesperrt.

Andamanen und Nikobaren

Die Inseln der Andamanen und Nikobaren liegen im Golf von Bengalen und gehören zu Indien. Von den 572 Inseln sind nur 36 bewohnt. Hier leben Völker, die das Gebiet vor vielen tausend Jahren besiedelten und nur wenig oder keinen Kontakt zur Außenwelt haben. Um sie zu schützen, hat die indische Regierung lediglich neun der Inseln für Besucher freigegeben.

Bikini Atoll

United States Department of Defense

Bikini-Atoll

Bikini-Atoll – das klingt nach Südseeparadies und braungebrannten Strandschönheiten. Doch der Schein trügt: Die Amerikaner nutzten das Atoll, das zu den Marschallinseln gehört und dem populären Badezweiteiler seinen Namen gab, in den 1950er Jahren für Kernwaffentests. Die etwa 200 Bewohner, die 1946 evakuiert wurden, konnten auch später nicht auf ihre Inseln zurückkehren, da das Gebiet durch die hohe Radioaktivität bis heute nahezu unbewohnbar ist.

Mururoa

Georges Martin @ en.wikipedia

Mururoa und Fangataufa

Auch die malerischen Südsee-Atolle Mururoa und Fangataufa bergen eine dunkle Vergangenheit. Zwischen 1966 und 1996 führte Frankreich hier 200 Kernwaffentests durch, sowohl unter als auch über der Wasseroberfläche. Bis heute sind Mururoa und Fangataufa militärisches Sperrgebiet und mit radioaktiven Müll verseucht.

Chatham Beach

WanderingUpon | [email protected]

Kokosinsel

Um die zu Costa Rica gehörende Kokosinsel ranken sich zahlreiche Legenden um verborgene Schätze, die berühmt-berüchtigte Piraten wie William Dampier, Benito Bonito oder Henry Morgan angeblich dort versteckt haben sollen. Auf keiner der hunderten Expeditionen wurde jedoch auch nur ein Schatz gefunden. Da die Insel seit 1978 unter Naturschutz steht, ist die Schatzsuche – und auch das Betreten – bis auf weiteres untersagt. Schätze ganz anderer Art bietet die Unterwasserwelt rund um die Insel. Hier können Taucher 30 Korallenarten und Fische wie Hammerhaie und Mantarochen bewundern.

Niiahu

Christopher P. Becker (polihale) @ en.wikipedia

Ni’ihau

Von den acht großen Inseln Hawaiis dürfen nur sieben betreten werden. Ni’ihau, die ‚Verbotene Insel‘, ist für die Öffentlichkeit gesperrt. Die 180 Quadratkilometer große Insel ist in Privatbesitz – die rigiden Vorschriften dienen dem Schutz der etwa 160 verbliebenen Polynesier. Auf Ni’ihau gibt es keinen Strom, keine Polizei, keine Ärzte und auch kein Geld, bezahlt wird ganz traditionell mit Muscheln. Der einzige Computer befindet sich im Schulhaus der Insel.

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